Prävention_Spielerschutz_Change_UKE

Informationen über Prävention und Spielerschutz

Die Anforderungen an die Umsetzung von Jugend- und Spielerschutzmaßnahmen sind in den letzten Jahren stetig angestiegen und erfordern ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Diese Anforderungen stellen sämtliche Anbieter vor große Herausforderungen.

Für die Gauselmann Gruppe ist das Thema Prävention ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Die Unternehmensgruppe prägt und forciert dieses Thema bereits seit vielen Jahren maßgeblich – nicht nur innerbetrieblich, sondern auch proaktiv auf Verbandsebene und damit für die gesamte Branche. Die Gauselmann Gruppe stellt sich ihrer Verantwortung, lebt die Themen Jugend- und Spielerschutz und setzt als Vorreiter Zeichen in diesen Bereichen.

Noch bevor der Gesetzgeber verbindliche Regelungen für die Umsetzung von Jugend- und Spielerschutzmaßnahmen aufgestellt hat, entwickelte die Gauselmann Gruppe ein eigenes Sozialkonzept. Dieses wird seitdem jährlich evaluiert, überarbeitet und an die aktuellen Anforderungen angepasst.

Information als zentrale Strategie

Um den hohen Stellenwert der Präventionsarbeit zu unterstreichen, wurde ein eigener Geschäftsbereich für diese Aufgaben geschaffen. Der Zentralbereich Prävention der Gauselmann Gruppe initiiert, koordiniert und überwacht sämtliche Jugend- und Spielerschutzmaßnahmen der Unternehmensgruppe.

Arbeitsschwerpunkte sind dabei die Erstellung, Umsetzung und Evaluierung von Sozialkonzepten, die erforderliche interne und externe Berichterstattung, die Schulung und Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein kontinuierlicher Dialog mit allen relevanten Interessengruppen (Spielgäste, Angehörige, Hilfesystem, Forschung, Politik, Verbände und Mitarbeiter).

Unterstützt wird der Zentralbereich Prävention durch drei externe und weltweit renommierte Experten, die sich im Rahmen der Spielerschutz-Kommission der Gauselmann Gruppe aktiv engagieren und einbringen:

  • Herr Prof. Jörg Häfeli Stäger (Hochschule Luzern, Schweiz)
  • Herr Pieter Remmers (Director Assissa Consultancy Europe, Niederlande)
  • Herr Roman Neßhold (Institut Glücksspiel & Abhängigkeit, Österreich)

Die externen Wissenschaftler und Experten im Bereich des verantwortungsvollen Spielens analysieren, bewerten und optimieren gemeinsam mit dem Zentralbereich Prävention fortlaufend die Präventionsaktivitäten der Gauselmann Gruppe und sorgen so für einen permanenten Transfer der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Präventionsarbeit der Unternehmensgruppe.

Internationale und nationale Studien der letzten Jahre zeigen, dass der Anteil derjenigen, die ein Problem mit dem Spiel um Geld entwickeln, konstant bei unter einem Prozent der Bevölkerung liegt. Dies belegt auch die aktuelle Studie der BZgA . Das Erkennen und der Dialog mit möglichen Problemspielern ist und bleibt allerdings trotz dieser stabilen Lage der zentrale Ansatzpunkt der Präventionsarbeit und gleichzeitig die größte Herausforderung.

Augen und Ohren für den Spielerschutz

Für einen zielführenden und erfolgreichen Transfer der definierten Präventionsmaßnahmen in die Praxis bedarf es motivierter und qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus diesem Grund wurden die Themen Jugend- und Spielerschutz in alle Ausbildungs- und Qualifizierungsmodule aufgenommen.

Pro Jahr werden über 11.000 Schulungseinheiten innerhalb der Gauselmann Gruppe zu diesen Themen in unterschiedlichen Schulungsmodulen durchgeführt und sorgen so dafür, dass das Bewusstsein für diese verantwortungsvolle Aufgabe stetig geprägt und gestärkt wird. Denn nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich ihrer Aufgaben und Pflichten im Rahmen der Präventionsarbeit bewusst sind, können den Spielerschutz aktiv im Sinne der Spielgäste und der Unternehmensgruppe umsetzen.

Schnelle und unkomplizierte Hilfe

Darüber hinaus ist es ebenso wichtig, Spielgästen und Angehörigen grundlegende Informationen zu möglichen Spielproblemen sowie die entsprechenden Stellen des Hilfesystems zur Verfügung zu stellen. Unser Spielerschutz-Flyer „Spielregeln – eine Information für Spielgäste im Umgang mit dem Spiel“ enthält neben einem Selbsttest auch die Kontaktdaten des Hilfesystems im unmittelbaren Umfeld der Spielbanken.

Grundlage für diese Spielerschutz-Information ist eine unternehmenseigene Beratungsstellen-Datenbank, die regelmäßig überarbeitet und aktualisiert wird. Neben der Verarbeitung auf dem Spielerschutz-Flyer können diese Daten auch unter dem Menüpunkt Beratungsstellen abgerufen werden.

Informationen und Unterstützung erhalten Spielgäste und Angehörige darüber hinaus auch über die kostenlose Beratung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 0800 / 1372700 oder eine der unter dem Menüpunkt Beratungsstellen aufgeführten Landesfachstellen.

G4-Zertifizierung Magdeburg

G4 Spielerschutz zertifiziert

Als erste europäische Spielbankgesellschaft unterzog sich die Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH & Co. KG der Zertifizierung durch die Global Gambling Guidance Group (G4).

In dem Zertifizierungsprozess wurden die Responsible-Gaming-Maßnahmen der Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt durch die international tätigen Experten der G4 auf Effektivität geprüft und die Konformität mit den strengen G4-Prüfungsvorgaben kontrolliert.

zur Pressemitteilung Leuna
zur Pressemitteilung Magdeburg

Gesetzliche Grundlagen

In Deutschland werden sämtliche Glücksspielformen durch zahlreiche Gesetze und Verordnungen sehr restriktiv geregelt. Mit diesen Vorgaben steuert der Staat die Veranstaltung, Durchführung und Vermittlung von öffentlichen Glücksspielen mit der Zielsetzung, ein begrenztes, legales Glücksspielangebot bei gleichzeitigem Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten sowie Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern.

Regelung auf Bundesebene

  • Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) bzw. Erster Glücksspiel-Änderungsstaatsvertrag (1. GlüÄndStV)

Regelungen auf Landesebene

  • Glücksspielgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (GlüG LSA)
  • Spielbankgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (SpielbG LSA)
  • Verordnung über die Spielordnung in öffentlichen Spielbanken (SpielO-VO)